Die Unterschrift von Johann Wolfgang von Goethe
Goethe schrieb seinen Namen meist ganz aus: „Johann Wolfgang von Goethe“, in einer fließenden, nach rechts geneigten Kurrentschrift mit langen Schleifen und spitzen Zügen. Man sieht ihr an, dass sie mit der Feder geschrieben wurde. Schau zu, wie sie entsteht, und lies, was sie über seine Arbeitsweise verrät.
Drei Namensteile in einer Zeile, nach rechts geneigt, mit langen Schleifen und spitzen Auf- und Abstrichen.
Die Feder: Haar- und Schattenstriche wechseln sich ab, wie es für die Schrift seiner Zeit typisch ist.
Zügig und verbunden. Die Schrift läuft in einem Strom, ohne die Feder oft abzusetzen.
Für heutige Augen schwer. Kurrent ist ungewohnt, die Namen sind aber an Anfangsbuchstaben und Länge zu erkennen.
Ein Name in Kurrentschrift
Goethe lebte in einer Zeit, in der man mit der Feder und in Kurrent schrieb, einer Schreibschrift, die für heutige Leser ungewohnt aussieht. Die Buchstaben sind schmal, geneigt und eng verbunden, und viele Ober- und Unterlängen laufen in Schleifen aus. Die Vorlage auf dieser Seite schreibt den vollen Namen mit dem „von“ in der Mitte. Gerade die Länge macht sie so markant: Drei Teile fließen in einer Linie nebeneinander her.
Oft schrieb ein anderer, er unterschrieb
Viele Briefe Goethes stammen nicht aus seiner eigenen Hand. Auf Wikimedia Commons ist ein Brief aus Jena vom 20. September 1820 an Sophie Caroline von Hopfgarten verzeichnet, den ein Schreiber verfasste und den Goethe selbst unterschrieb. Darin entschuldigt er sich, wegen seiner Gesundheit nicht zu Tisch kommen zu können. Er diktierte also vieles, und die eigenhändige Unterschrift bestätigte, dass der Inhalt von ihm kam.
Erstelle deine Profi-Unterschrift in 5 Minuten
Keine Schriftart, sondern eine Unterschrift, gestaltet für deinen Namen: mehrere Entwürfe und ein Übungsblatt, damit du sie von Hand schreiben kannst.
Ein Nachlass, der Weltgeschichte ist
Goethes handschriftlicher Nachlass liegt im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar, das 1885 als Goethe-Archiv gegründet wurde. Dort liegen unter anderem die Originalhandschriften des „Faust“. Der Nachlass gehört seit 2001 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Eine einzelne Unterschrift ist darin nur ein kleiner Teil, aber sie zeigt, wie nah man an einem Menschen ist, wenn man seine Handschrift vor sich hat, und warum Archive solche Blätter so sorgfältig bewahren.
Was du davon lernen kannst
Goethe musste nicht jeden Brief selbst schreiben, aber seinen Namen setzte er selbst darunter. Eine Unterschrift ist der Teil, der von dir persönlich kommt, und deshalb sollte er ruhig und wiedererkennbar sein, auch wenn der Rest getippt ist. Lange Namen lassen sich wie bei ihm in einem Zug schreiben, wenn man die Form übt. Unsere Profi-Unterschrift gibt dir dazu Entwürfe und einen Übungsbogen.
Quellen
- Wikimedia Commons: Goethe, Brief (nicht eigenhändig), Jena 1820
- Wikipedia: Goethe- und Schiller-Archiv
- Wikipedia: Johann Wolfgang von Goethe
- Wikimedia Commons: Signature Johann Wolfgang von Goethe
Redaktioneller Inhalt. Wir stehen in keiner Verbindung zu den gezeigten Personen. Wir erstellen keine Kopien fremder Unterschriften, und mit fremdem Namen zu unterschreiben ist Urkundenfälschung.